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SALAMANCA GALERIE

Max PEIFFER WATENPHUL 

PEIFFER WAT. Max, 1967, D100 Der alte Ölbaum , Litho, 74'100, 39 x 50, 31 x 47 cm

PEIFFER WAT. Max, 1957, D 43 Venedig, Blick a.d. Dogenpalast, Litho, 26'200, 39 x 50 cm

Max PEIFFER WATENPHUL 

 

M.P.W. war ein stiller Einzelgänger seiner Zeit. Sein Schaffen zeichnet eine geistige Konsequenz aus, welche alle entwicklungsbedingten Nuancierungen zu einem geschlossenen Werk verbindet.

Geboren am 1.9.1896 in Weferlingen bei Braunschweig absolvierte er verschiedene Studien – anfänglich Medizin, dann Jurisprudenz mit Promotion über Kirchenrecht – bevor er sich endgültig für die Malerei als Schüler am Bauhaus in Weimar (1919 – 1922) entschied.

Er fand frühzeitig künstlerische Anerkennung, nahm an zahlreichen Ausstellungen teil, wurde als Lehrer an die Folkwangschule in Essen berufen und war mehrfach an Kunstschulen tätig.

M.P.W. erhielt Preise und Auszeichnungen und sein künstlerischer Weg schien äußerlich und innerlich gesichert, als sein Lebensgang unter nationalsozialistischer Herrschaft 1937 jäh unterbrochen wurde. Seine Malerei galt alt „entartet“, seine Werke in Museen wurden beschlagnahmt und damit war ihm die Existenzmöglichkeit genommen.

Er ging nach Italien, konnte sich aber während der Kriegsjahre noch als Lehrer für Zeichen- und Malklassen in Krefeld über Wasser halten. Schließlich kam er nach Salzburg und konnte dort eine Lehrtätigkeit ab 1.9.1943 ausüben. Er kannte Salzburg schon seit 1920 aus mehreren Aufenthalten und Tätigkeiten, wie zB in der Emailwerkstatt von Maria Cyrenius im Sommer 1922. Frau Prof. Angelica Bäumer beschreibt seine Tätigkeit in Salzburg wie folgt: „Kaum ein Salzburger Maler, der M.P.W. nicht zu Dank verpflichtet wäre. Er gab bereitwillig sein Können den jungen Künstlern weiter, war hilfsbereit und ein Mann der Freundschaft. M.P.Ws. Bilder sind von jener unglaublichen malerischen Poesie, die nur ein Künstler zu schaffen imstande ist, der um die Vergänglichkeit allen Seins weiß. Seine Städtebilder, aber besonders seine Stillleben und Blumen, atmen den Geist der Demut und Hingabe aus, die auf dem Boden wahrer Künstlerschaft entsteht. Dies mag vor allem seinen Einfluß ausgemacht haben: Er brachte den jungen Künstlern nicht nur Malerisches bei, sondern Menschliches, Moralisches, die Ethik des Künstlers, dem es nicht um vordergründige Ästhetik, sondern um die Wahrheit in der Kunst geht“.

M.W.P. war ein leidenschaftlicher und sensibler Künstler und sein Ziel war es, reine Schönheit zu verwirklichen und den Betrachter nicht mit Problemen zu konfrontieren. Dies offenbart sich in den feinfühlig aufgebauten Blumenstillleben ganz besonders. Das beherrschende Thema seiner Kunst jedoch war die mediterrane Welt. Die südlichen Landschaften und Städtekompositionen sind das großartigste jemals von einem nordischen Künstler Geschaffene, dessen Zauber man sich nicht entziehen kann.

Er nennt Italien „das schönste Land der Welt“ und übersiedelt 1958 endgültig nach Rom, wo er am 13.7.1976 gestorben und am Friedhof an der Cestius-Pyramide begraben ist.

Text: Wilhelm Weiß

 

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