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KARL STARK
(Glojach/Stmk. 1921 – 2011 Klosterneuburg)

STARK Karl, 1963, Winterlandschaft an der Grinzinger Allee, Gouache, 48 x 63 cm

STARK Karl, 1964, Haus mit blauem Berg, Gouache, 48 x 65 cm

Der Maler Karl Stark wurde am 4.November 1921 in Glojach/Oststeiermark als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem frühen Tod seiner Mutter (1924) aber auch seines Vaters (1936) kam er nach Beendigung der Pflichtschule an die Kunstgewerbeschule nach Graz, wo er vier Jahre bis 1940 die Bildhauerklasse besuchte. Es folgten – unterbrochen von vier Jahren Kriegsdienst – Ausbildungsjahre bei Prof. Rudolf Szyszkowitz in Graz und schließlich an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse für Malerei bei Prof. Albert Paris Gütersloh und Prof. Herbert Boeckl. 1947 heiratete er seine Studienkollegin Elfriede Petrasch, eine talentierte Malerin, welche leider in den frühen 50er-Jahren erblindete und nicht mehr Malen konnte. 

Nach dem Abschluss übersiedelte Stark nach Radlach im Drautal in Kärnten, wo er sich intensiv dem Naturstudium widmen konnte. Entscheidend für diese Zeit ist aber, dass die Farbe und die Farbigkeit zum bestimmenden Thema seiner Bilder wurden. Auch die Darstellung des Lichtes begann mehr und mehr in die Farbe selbst einzugehen, die damit zum Licht- und Ausdrucksträger wurde. Das Stimmungshafte tritt in seinen Landschafts-bildern immer stärker zu Tage. Seine Blumen und Akte treten aus farbigen Räumen hervor, Stark lässt seinen Emotionen freien Lauf. Das schnelle Arbeiten mit Gouache-Farben wird zu seinem Markenkennzeichen. Er entwickelt in dieser Schaffensphase eine Meisterschaft, in welche er den kontrollierten Zufall mitwirken lässt, das ungewöhnliche Glätten und Wischen mit den Handballen kommt hinzu.

1958 übersiedelte Stark mit seiner Familie nach Wien, wo er mit seinen Brigittenauer und Heiligenstädter Vorstadtbildern eine besonders starke Schaffensperiode durchlebte. Von nun an wurden alle Sommer und Ferienzeiten in Radlach verbracht, wo er auch zeitlebens seine klassisch expressionistischen Landschaftsbilder vor der Natur im Drautal und der näheren Umgebung schuf. Seine Vorbilder waren die alten Meister und Klassiker der Moderne. Starks besondere Leistung liegt in der spirituellen Behandlung und Vergeistigung der Farbe, die sie zu einem dominierenden Bestandteil seiner Werke macht.

Karl Stark ist 2011 in Klosterneuburg gestorben und am Friedhof in Radlach im Drautal begraben. Er wäre im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden

 

Text: Wilhelm Weiß

Wir bedanken uns herzlich bei dem STRABAG Kunstforum.

VERNISSAGE

10. Juli 2022, 19.00 Uhr | Theater in den Probebühnen
anlässlich der Premiere von DER FREIGEIST

 

Die Ausstellung ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn von DER FREIGEIST für Besucher geöffnet. Abendkasse jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn eben dort.

 

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