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KOMÖDIE IN DEN PROBEBÜHNEN

DER FREIGEIST

ÉRIC-EMMANUEL SCHMITT


Deutsch von Annette und Paul Bäcker

Vernissage & Premiere: 10.07.2022 | 19.00 Uhr

Theater in den Probebühnen
Villacher Straße 93-95, 9800 Spittal/Drau 

Ach, der Geist wäre so willig, durchaus auch fähig, diesen Artikel über Moral für die Encyclopédie zu verfassen, aber all das andere...

Welche Unzahl an Lebensphilosophien bestimmen unser Dasein mit!? Was ist das mit dieser Moral? Welche Werte haben wir? Wovon lassen wir unser Handeln bestimmen und wie sehr sind wir beeinflusst? Was ist uns Würde wert?

Oft klafft zwischen gelebtem Leben und dem von uns vertretenen Ideal ein breiter Graben, angefüllt mit unfreiwilliger Komik, hilflosem Verfangensein und durchaus mit fatalen Folgen! Wie peinlich, lächerlich und daneben sind wir doch, wenn wir so gerne tun, was wir nicht sollten, und dies auch noch vor uns selbst hinter hehren Motiven verstecken und vor der Öffentlichkeit verbergen wollen!

Denis Diderot, der Freigeist, Philosoph der Aufklärung und Schriftsteller, sammelte alles Wissen seiner Zeit in der berühmten Encyclopédie. Er, der Denker, der über Willensfreiheit und Determinismus, über Religionskritik und Selbstbestimmung nachdachte, schrieb an Madame de Maux: „Mich macht es rasend, in einer verfluchten Philosophie verfangen zu sein, die mein Verstand bejahen kann, aber mein Herz verneinen muss.“ – Er muss den Artikel über „Moral“ für seine Encyclopédie fertig schreiben, und ist doch so beschäftigt, den Versuchungen des weiblichen Geschlechtes angemessen zu verfallen. Die Frauen aber wissen dies klug und überlegen auszunutzen, um zu ihrer Freiheit zu gelangen.

BESETZUNG

Mit: Clara Diemling, Sonja Kreibich, Angelica Ladurner, Monika Pallua, Johannes Sautner, Reinhardt Winter

Regie: Leila Müller

Assistenz: Johanna Ortner

Bühne: Alexandra Burgstaller

Kostüm: Teresa Joham

Musik: Rafael Wagner

AUSSTELLUNG IN DEN PROBEBÜHNEN
KARL STARK

Der Maler Karl Stark wurde 1921 in Glojach/Oststeiermark geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern besuchte er, nach Beendigung der Pflichtschule, die Bildhauerklasse der Kunstgewerbeschule in Graz. Nach dem Kriegsdienst folgten Ausbildungsjahre bei Prof. Szyszkowitz in Graz sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Gütersloh und Prof. Boeckl. Er heiratete seine Studienkollegin Elfriede Petrasch, eine begabte Malerin, die früh erblindete.
Er übersiedelte nach Radlach im Drautal in Kärnten, wo er sich intensiv dem Naturstudium widmete. In dieser Zeit wurde die Farbe und die Farbigkeit zum bestimmenden Thema seiner Bilder. Auch die Darstellung des Lichtes begann mehr und mehr in die Farbe selbst einzugehen, die damit zum Licht- und Ausdrucksträger wurde. Das Stimmungshafte tritt in seinen Landschafts-, Blumen- und Aktbildern immer stärker zutage und er lässt seinen Emotionen freien Lauf. Das schnelle Arbeiten mit Gouache-Farben wird zu seinem Markenkennzeichen.
Schließlich ging Stark nach Wien, wo er mit seinen Brigittenauer und Heiligenstädter Vorstadtbildern eine besonders starke Schaffensperiode durchlebte. Von nun an wurden alle Ferienzeiten in Kärnten verbracht, wo er zeitlebens seine klassisch expressionistischen Landschaftsbilder vor der Natur schuf. Seine Vorbilder waren die alten Meister und Klassiker der Moderne. Karl Stark ist 2011 in Klosterneuburg gestorben und am Friedhof in Radlach im Drautal begraben.

Text: Wilhelm Weiß

 

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